Wer den Tod fürchtet, der liebt Gott nicht.
Hl. Augustinus (+430)

Zeitliche Profess von H. Stefan und H. Alexander

Paring, 28. September 2014 – „Die Chorherren werden nicht untergehen, wenn sie Gott loben“, so zitierte der Generalpropst der Augustiner-Chorherren von Windesheim, Helmut Grünke, den damaligen Bischof Rudolf Graber, der vor 40 Jahren, am 29. September 1974, dem Patrozinium des Klosters, die Wiederbegründung der Propstei St. Michael feierte.

Die Propstei Paring hat am diesjährigen Michaelstag doppelten Grund zur Freude. Sie darf auf 40 Jahre Wiederbesiedlung des Klosters Paring zurückblicken und gleichzeitig die Ablegung der einfachen Gelübde zweier Mitbrüder für drei Jahre feiern.

Die im 14. Jahrhundert gegründete Kongregation von Windesheim, so Propst Helmut, erlebte zunächst eine große Blüte, verlor aber durch die Reformation und Säkularisation sämtliche Klöster. 1961 wurde sie jedoch wiederbelebt. Im Jahr 1974 wurde unter Bischof Graber die Gründung einer Chorherrengemeinschaft in Paring möglich gemacht. Heute, nach 40 Jahren mit vielen Schwierigkeiten, darf sich die Propstei über ein neues Aufblühen freuen.

Beim Festgottesdienst legten gleich zwei junge Männer ihre zeitlichen Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam für die kommenden drei Jahre ab: Herr Stefan Jell und Herr Alexander Röse. Herr Stefan ist 21 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Wegscheid im bayerischen Wald. Am Spätberufenenseminar in Waldram bei Wolfratshausen hat er sein Abitur gemacht mit dem Ziel, Priester zu werden. Durch einen Mit-Seminaristen wurde er auf Paring aufmerksam, wo er schließlich im August 2013 nach dem Abitur eintrat. Herr Alexander kommt aus Wetter bei Marburg in Hessen und ist 22 Jahre alt. Nach der mittleren Reife machte er eine Ausbildung zum Pharmakanten, während der sein Entschluss reifte, Priester zu werden. Durch einen befreundeten Priester entdeckte er die Chorherren, besuchte die Propstei und trat im August 2013 ein. Beide werden im Oktober ihr Theologiestudium beginnen.

In seiner Festpredigt hob Propst Helmut Grünke hervor, dass alle Berufungen ein Geschenk Gottes sind, sei es die Berufung zur Ehe oder in einen geistlichen Stand. Beides jedoch verlangt den vollen Einsatz des Einzelnen aus dem Glauben heraus. Die beiden jungen Professen, so der Propst, seien von Gott in ihrer Berufung geführt worden, der ihnen das nötige Selbstvertrauen, das nötige Selbstbewusstsein und den nötigen Mut gegeben hat, diese Entscheidung zu treffen. Wer diesen Schritt wagt, erfährt Zufriedenheit, Gewissheit und einen inneren Frieden, der aus dem Tabernakel kommt. Propst Helmut bat die Familienangehörigen, die Mitbrüder, Familiaren des Klosters, Freunde und alle Gläubigen für die jungen Professen zu beten, damit sie ihren Weg gehen können und fruchtbar werden zum Heil aller Menschen.

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CANONICI REGULARES S. AUGUSTINI
CONGREGATIO VINDESEMENSIS
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