Wer den Tod fürchtet, der liebt Gott nicht.
Hl. Augustinus (+430)

Propstweihe von Propst Maximilian

Paring, 13. Dezember 2016 – Am Gedenktag der heiligen Chorfrau Ottilia, begrüßte die Gemeinschaft der Augustiner Chorherren von Windesheim in Paring Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Der Bischof von Regensburg war gekommen, um dem jüngst gewählten Propst Maximilian Korn in der Propsteikirche St. Michael Paring die Propstweihe zu erteilen.

In der Predigt drückte Bischof Rudolf seine Freude darüber aus, dass er die Weihe just am Gedenktag der heiligen Ottilia vollzieht. Die Heilige ist der Überlieferung nach blind geboren, von ihrem Vater verstoßen, von ihrer Mutter aber in Sicherheit gebracht worden. Der heilige Bischof Erhard von Regensburg hat die heilige Ottilia getauft. Dabei wurde ihr nicht nur das Licht des Glaubens, sondern auf wunderbare Weise auch das Augenlicht geschenkt. Sie wird bis heute bei Augenleiden angerufen und wirkt segensreich, wie der neugewählte Propst aus persönlicher Erfahrung bezeugen kann.

Das Kapitel der Propstei Paring hatte Herrn Maximilian Korn im Oktober zum 29. Propst von Paring gewählt. Er ist der zweite Propst, der den Ehrentitel eines Lateranensischen Abtes führt. Dies geht auf eine Verbundenheit der Windesheimer Kongregation, zu der Paring seit einigen Jahrzehnten gehört, mit den Chorherrn am Lateran in Rom zurück. Der Wahlspruch des Propstes nun lautet: "Damit sie durch den Glauben das Leben haben" (Joh 20,31).

Der Bischof erklärte in seiner Predigt die Begriffe "Propst" und "Abt". Propst kommt von dem lateinischen Wort "præpositus", was übersetzt bedeutet: der Vorangestellte, der Vorgesetzte, dem Gehorsam gebührt, der Gehorsam einfordern darf, der aber seinerseits dafür Verantwortung übernimmt. Bischof Rudolf bat in seiner Predigt alle Mitbrüder, ihrem neuen Propst den notwendigen Gehorsam und die gebührende Ehrfurcht zu schenken. Den neuen "Praepositus" wiederum bat er, die Verantwortung für die Brüder zu übernehmen. "Verantwortung zu übernehmen, ist ein Dienst." Wo Verantwortung nicht übernommen wird, so der Bischof in seinen Ausführungen, da entsteht ein Vakuum und Durcheinander.

Das Wort Abt aber geht auf den "abbas", Vater, zurück. Als Propst möge Maximilian Korn auch Vater sein für die ihm Anvertrauten. "Der heiligen Ottilia wurden die Augen geöffnet, und so mögen sich auch unsere Augen öffnen." Bischof Rudolf forderte die Anwesenden auf, für den Neugewählten zu beten, dass sich seine Augen auftun, besonders die Augen des Herzens. Er möge einen wachen, liebenden Blick bekommen für die Begabungen und Geschenke der ihm Anvertrauten. "Möge er auch die Gabe der Unterscheidung erhalten, dass er einerseits Nachsicht übe, wo es möglich ist; dass er andererseits aber nicht wegschaut, wenn es für das Wohl der Gemeinschaft erforderlich ist." Ein Vater, so Bischof Rudolf, muss auch nein sagen können und notfalls den "Liebesentzug" der Söhne aushalten. Später werden ihm die Söhne seine Strenge danken.

Bischof Rudolf zeigte sich dankbar für die geistige Oase, die in Paring entstanden ist, und für das seelsorgliche Wirken der Herren (so werden die Chorherren genannt und angesprochen) in den umliegenden Gemeinden. Er drückte seine außerordentliche Freude über die Chorherren- Gemeinschaft mit den vielen jungen Mitbrüdern aus. "Möge es dem neuen Propst gelingen, weiter junge Männer zur Freundschaft mit Christus zu führen" - so lautete der Wunsch Bischof Rudolfs.

Nach der Predigt erteilte der Bischof Propst Maximilian die Propstweihe. Er überreichte die Ordensregel sowie Ring, Mitra und Hirtenstab.

Im Anschluss an das feierliche Pontifikalamt, das mit dem Pontifikalsegen und dem Te Deum endete, hatten die Gläubigen Gelegenheit, ihre Glückwünsche zu überbringen.

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CANONICI REGULARES S. AUGUSTINI
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